Orkan Gonzalo
21. Oktober 2014
Über dem Atlantik brauchte sich seit langer Zeit mal wieder was zusammen. Und diesmal war auch ein ehemaliger
Hurrikan namens Gonzales mit von der Partie. Dieser zog über den Atlantik gen Island und bildete dort ein Sturmtief aus. Dieses
wiederum ließ ein Randtief entstehen und dieses steuerte mit seiner Kaltfront direkt auf Mitteleuropa zu und überflutete den Kontinent mit arktischer Kaltluft. Da vor der Kaltfront aber noch subtropische Warmluft lag war ein turbulenter Wetterabschnitt garantiert.
So bildete sich an der Kaltfront eine markante Gewitterlinie aus, die mit Orkanböen und Hagel über das Land fegte. Davon betroffen war besonders der süddeutsche Raum. Dort wurden verbreitet 90- und 120km/h gemessen. Schlimmer ging es auf den Bergen zu. Im Alpenraum fegten die Böen mit teils bis zu 178km/h (Schweiz) über die Gipfel.
Die Kaltfront bescherte Mitteleuropa auch einen massiven Temperatursturz. So wurden am 21. Oktober noch bei
föhnigem Wetter Temperaturen bis zu 25°C registriert. Keine 48 Stunden später versanken die Alpenregionen im Schnee. In 24 Stunden fielen teils bis zu einem Meter Schnee
(siehe
Bericht).
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Radarfilm

Satellitenfilm

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